Delegationsreise nach Südafrika

Hey Leute,

von Ende Mai bis Anfang Juni war ich als Unternehmer auf Einladung der Handelskammer für einige Tage mit bei einer Delegationsreise nach Südafrika von Vertretern aus Politik- und Wirtschaft dabei. Da ich nur in Kapstadt dabei war, kann ich natürlich nur für diesen Teil der Reise meine Eindrücke schildern.

Als Bundesland, das mit seinen Häfen vom hohen Export profitiert, ist Bremen auf gute Kontakte ins Ausland angewiesen. Grundsätzlich teile ich die Einschätzung, dass solche Reisen für das Erleben eines anderen Landes und der Verhältnisse dort sinnvoll sind und man sinnvolle Einblicke in die Wirtschaftsbeziehungen von bremischen Unternehmen mit Südafrika und die dortigen Rahmenbedingungen erhält. Die Wirtschaft Südafrikas zählt zu den leistungsstärksten des Kontinents. Eine Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen mit dem Land wäre daher tatsächlich ein toller Erfolg – gemeinsam von Politik und Unternehmern erreicht.

Doch vor Ort fand ich es schade, dass sich die Senatsvertreter von der Wirtschaft bei einigen Programmpunkten stark abgesondert haben und ihr „eigenes“ Programm hatten. Da hätte ich mir mehr gemeinsames Werben für Bremen und Bremerhaven versprochen.

Ich verstehe alle, die sagen, so einen Austausch, so eine Reise, das alles kann man nicht in Euros umrechnen und klar sagen: das war das Steuergeld wert oder eben nicht (Hinweis: die Unternehmer haben die Reisekosten selbst getragen) Aber ob eine 8-tägige Reise mit 60 Teilnehmern effektiv ist, ein Land kennenzulernen, muss sich zeigen.

Für mich ist deshalb im nächsten Schritt wichtig, beim Senat, bei der Kammer und den Teilnehmern der Delegation mal in einem halben Jahr nachzufragen, was aus den Kontakten und Einblicken geworden ist. Und ob zum Beispiel politisch die Anregungen aus den Gesprächen und Besuchen vom Senat beherzigt worden sind. Und ob der Austausch zu Maßnahmen geführt hat, damit unsere bremischen Unternehmen international wettbewerbsfähiger werden? Erst dann kann man ein Resümee ziehen: hat es sich gelohnt oder müssen wir über andere Formate nachdenken, um den internationalen (Wirtschafts-)Austausch effektiv zu gestalten?

Beste Grüße

P.S. Das Bild zeigt übrigens den Hafen von Kapstadt

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