In Bremerhaven

Hallo liebe Leute,

vergangenen Dienstag habe ich an der CDU-Fraktionssitzung in Bremerhaven teilgenommen. Viele der Herausforderungen im Land Bremen betreffen beide Städte – einige Themen sind jedoch auch Bremerhaven-spezifisch und ich finde es wichtig, mich da rein zu denken.

Dass die beiden Städte oftmals nicht gleichwertig behandelt werden, ist mir ein Rätsel. Was viele Menschen wahrscheinlich durch die zahlreichen Negativ-Schlagzeilen gar nicht wahrnehmen, sind die guten Voraussetzungen in Bremerhaven. Es gibt ausreichend günstigen Wohnraum, Gewerbeflächen, ein attraktives Tourismus- und Kulturangebot, die tolle maritime Lage am Wasser, eine erfolgreiche Hochschule, u.v.m.

Voraussetzung, um diese Standortfaktoren zu nutzen, ist natürlich eine auskömmliche, finanzielle Ausstattung für Bremerhaven durch das Land Bremen. Dies findet aus meiner und aus Sicht der Fraktionsmitglieder nur unzureichend statt.

Um der hohen Arbeitslosigkeit und der damit zusammenhängenden Kinderarmut in Bremerhaven entgegen zu wirken, bedarf es einer starken Förderung und konsequenter Umsetzung von Projekten wie z.B. dem OTB (besser noch: als Schwerlastterminal) und die damit mögliche Entwicklung eines großen Industriegebiets auf der Luneplate. Man muss doch jede Gelegenheit nutzen, um neue Arbeitsplätze zu schaffen – erst recht, wenn sie den maritimen Wirtschaftsstandort Bremerhaven perspektivisch so verstärken können.

Das Angebot frühkindlicher Bildung als ein Schlüssel, um aus der Armutsspirale zu kommen, muss dringend verbessert werden. Mein Vorstoß, Kita-Plätze kostenfrei zu machen, ist für die Stadt am Meer besonders von Bedeutung. Verlässliche und gute Ganztagesbetreuung, welche den Eltern ausreichend Raum für (Vollzeit-)Beschäftigung gibt, sind ein weiterer Faktor, um Arbeitslosigkeit und Kinderarmut entgegen zu steuern.

Die Stimmung unter den CDU-Abgeordneten der Stadtverordnetenversammlung Bremerhaven habe ich als sehr positiv und offen empfunden. Es sind sich dort alle einig, dass Erfolg am besten gelingt, wenn beide Städte an einem Strang ziehen. Wir sprechen alle immer über die „wachsende Stadt“. Warum eigentlich nicht über „wachsende Städte“? Das Ziel muss aus meiner Sicht genauso für Bremerhaven gelten.

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